Herrmann Söhne: Unterschied zwischen den Versionen

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'''14 - Hermann Söhne'''
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Johann Hermann Söhne wurde 1664 konfirmiert (Kirchenbücher Sachsenhausen). Zu diesem Zeitpunkt war er vermutlich 12 Jahre alt (übliches Konfirmationsalter: 12/13 Jahre). Er müßte also um 1652 geboren worden sein.
Johann Hermann Söhne wurde 1664 konfirmiert (Kirchenbücher Sachsenhausen). Zu diesem Zeitpunkt war er vermutlich 12 Jahre alt (übliches Konfirmationsalter: 12/13 Jahre). Er müßte also um 1652 geboren worden sein. [Kommentar von Dr. Wilhelm-Kai Söhne: er könnte aber auch erst mit 14 Jahren konfirmiert worden sein und schon 1650 geboren sein, s.u.]<br>


1668 war er an der Lateinschule Sachsenhausen (StA Marburg, Nachlaß Steinmetz, Karteikarten).<br>
1668 war er an der Lateinschule Sachsenhausen (StA Marburg, Nachlaß Steinmetz, Karteikarten).<br>  


<br>Am 20. Dezember 1676 bat sein Vater Henrich (Nr. 7) die Stadt Sachsenhausen um Bewilligung des Degenhardischen Stipendiums, damit Hermann seine in Lippstadt begonnenen Studien fortsetzen könne. Angesichts Henrichs geringer Mittel wurde ein Drittel des Stipendiums bewilligt (Stadtarchiv Sachsenhausen, X, Konv. 5, Fasz. 1).<br>
<br>Am 20. Dezember 1676 bat sein Vater Henrich (Nr. 7) die Stadt Sachsenhausen um Bewilligung des Degenhardischen Stipendiums, damit Hermann seine in Lippstadt begonnenen Studien fortsetzen könne. Angesichts Henrichs geringer Mittel wurde ein Drittel des Stipendiums bewilligt (Stadtarchiv Sachsenhausen, X, Konv. 5, Fasz. 1).<br>  


<br>Hermann setzte sein Studium fort und war 1678 Student der Theologie am Archigymnasium in Soest (StA Marburg, Nachlaß Steinmetz, Karteikarten). Seine Disputationsschrift (eine Art Examensarbeit) vom 4. Juli 1678, die er unter dem Namenes Johann Hermannus Söhnius verfaßte, ist noch erhalten und befindet sich im Stadtarchiv der Stadt Soest (Bestand Archigymnasium P 22 Nr. 43 als Nr. 129). Sie ist auf Latein verfaßt und setzt sich mit dem Guten auseinander. ("Die benetzende Quelle der Güte, metaphysische Betrachtungen des transzendental Guten")<br>
<br>Hermann setzte sein Studium fort und war 1678 Student der Theologie am Archigymnasium in Soest (StA Marburg, Nachlaß Steinmetz, Karteikarten). Seine Disputationsschrift (eine Art Examensarbeit) vom 4. Juli 1678, die er unter dem Namenes Johann Hermannus Söhnius verfaßte, ist noch erhalten und befindet sich im Stadtarchiv der Stadt Soest (Bestand Archigymnasium P 22 Nr. 43 als Nr. 129). Sie ist auf Latein verfaßt und setzt sich mit dem Guten auseinander. ("Die benetzende Quelle der Güte, metaphysische Betrachtungen des transzendental Guten")<br>  


Nach bestandenen Examen hatte Hermann vermutlich keine Zeit mehr, als Theologe zu arbeiten, denn er starb bereits ein knappes Jahr später (am 29. Mai 1679) in Sachsenhausen am schwindsüchtigen Leiden (= Lungentuberkulose) im Alter von 29 Jahren. Er muß also ca. 1650 geboren worden sein.
Nach bestandenen Examen hatte Hermann vermutlich keine Zeit mehr, als Theologe zu arbeiten, denn er starb bereits ein knappes Jahr später (am 29. Mai 1679) in Sachsenhausen am schwindsüchtigen Leiden (= Lungentuberkulose) im Alter von 29 Jahren. Er muß also ca. 1650 geboren worden sein.  


(Dokumentenabschrift siehe Datei hermann2.doc, Kopie der Disputationsschrift in der Datei hermann.pdf und Teilübersetzung in der Datei hermann1.doc)<br><br>
(Dokumentenabschrift siehe Datei hermann2.doc, Kopie der Disputationsschrift in der Datei hermann.pdf und Teilübersetzung in der Datei hermann1.doc)<br><br>

Aktuelle Version vom 1. November 2010, 18:05 Uhr

14 - Hermann Söhne

Johann Hermann Söhne wurde 1664 konfirmiert (Kirchenbücher Sachsenhausen). Zu diesem Zeitpunkt war er vermutlich 12 Jahre alt (übliches Konfirmationsalter: 12/13 Jahre). Er müßte also um 1652 geboren worden sein. [Kommentar von Dr. Wilhelm-Kai Söhne: er könnte aber auch erst mit 14 Jahren konfirmiert worden sein und schon 1650 geboren sein, s.u.]

1668 war er an der Lateinschule Sachsenhausen (StA Marburg, Nachlaß Steinmetz, Karteikarten).


Am 20. Dezember 1676 bat sein Vater Henrich (Nr. 7) die Stadt Sachsenhausen um Bewilligung des Degenhardischen Stipendiums, damit Hermann seine in Lippstadt begonnenen Studien fortsetzen könne. Angesichts Henrichs geringer Mittel wurde ein Drittel des Stipendiums bewilligt (Stadtarchiv Sachsenhausen, X, Konv. 5, Fasz. 1).


Hermann setzte sein Studium fort und war 1678 Student der Theologie am Archigymnasium in Soest (StA Marburg, Nachlaß Steinmetz, Karteikarten). Seine Disputationsschrift (eine Art Examensarbeit) vom 4. Juli 1678, die er unter dem Namenes Johann Hermannus Söhnius verfaßte, ist noch erhalten und befindet sich im Stadtarchiv der Stadt Soest (Bestand Archigymnasium P 22 Nr. 43 als Nr. 129). Sie ist auf Latein verfaßt und setzt sich mit dem Guten auseinander. ("Die benetzende Quelle der Güte, metaphysische Betrachtungen des transzendental Guten")

Nach bestandenen Examen hatte Hermann vermutlich keine Zeit mehr, als Theologe zu arbeiten, denn er starb bereits ein knappes Jahr später (am 29. Mai 1679) in Sachsenhausen am schwindsüchtigen Leiden (= Lungentuberkulose) im Alter von 29 Jahren. Er muß also ca. 1650 geboren worden sein.

(Dokumentenabschrift siehe Datei hermann2.doc, Kopie der Disputationsschrift in der Datei hermann.pdf und Teilübersetzung in der Datei hermann1.doc)