Die Chronik des Christian Söhne

Aus Söhnewiki
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Einleitung

Die "Chronik der Familie Söhne" des Christian Söhne war während eines guten Jahrhunderts die einzige Quelle für denjenigen, der sich für die Geschichte seiner Vorfahren interessierte. Auch heute noch ist sie ein guter Einstieg, denn die Fülle der nun bekannten Details läßt einen schnell den Überblick verlieren.

Christians Söhnes Verdienste sind vielfältig. Er hat mit seiner Arbeit nicht nur das für ihn zugängliche Wissen dokumentiert, welches sonst dem Vergessen anheim gefallen wäre, sondern er wurde auch zum Vorbild für viele seiner Leser.

Für jeden ist es möglich, die wichtigen Daten seines Lebens und das seiner nahen Verwandten aufzuschreiben. Lieber Leser, verstehe diese Zeile bitte als einen Aufruf, den Stift oder die Tastatur zur Hand zu nehmen.

Dr. Robert Söhne ist weiter in die Tiefen der Vergangenheit eingedrungen. In unzählbaren Stunden hat er Stadt- und Kirchenarchive durchgelesen. Christian Söhne dachte sein Urgroßvater wäre im Jahre 1750 der erste Söhne in Sachsenhausen. In Wirklichkeit waren bereits vier Generationen vor ihm am gleichen Ort. Allerdings stellte sich auch heraus, daß die Überlieferung, die er kannte, nämlich daß die Söhnes aus Waldeck kamen, richtig ist.

Es ist sehr erstaunlich wie schnell das Wissen um die Vorfahren und die Verwandten verloren geht. Christian Söhne wußte z.B. nichts mehr von den Vorfahren und Cousins, die Theologen waren und wissenschaftliche Abhandlungen verfaßt hatten. Außerdem scheint es auch schon lange keinen Kontakt mehr zu den Cousins gegeben zu haben, die in die Pfalz, das Elsaß und nach Frankreich gezogen sind und dort ganz außerordentliche Laufbahnen hatten.


Das folgende Dokument ist eine Abschrift einer Photokopie, die bereits eine Schreibmaschinenabschrift des handschriftlichen Originals von Christian Söhne ist. Sehr wahrscheinlich wurde die erste Abschschrift von Prof. Walter Söhne angefertigt. Wo sich das Original befindet ist mir nicht bekannt. An manchen Stellen habe ich Kommentare in eckigen Klammern eingefügt.

Text der Chronik

Familienbuch und Geschichten,

Begonnen und aufgestellt von Christian Söhne,
Lehrer in Fürstenberg
1919



WAPPEN DER FAMILIE SÖHNE
(eingeschnitzt in den Balken an der Giebelwand des Wohnhauses in Waldeck)



Älteste Nachrichten über unsere Vorfahren

Im Jahre 1283 verkaufte der Ritter Dietrich von Wagenbach einen Teil des Zehnten zu Altcndorf bei Naumburg an das Kloster Berich. Der Kaufbrief wurde in Wildlungen ausgefertigt. Unter den Zeugen dieses Kaufbriefes stehen auch die Namen Bertholdus et Konradus Filii. Diese Namen bedeuten Berthold und Konrad Söhne; denn Filii ist die Mehrzahl von Filius, welches Wort lateinisch ist und im Deutschen mit Sohn übersetzt wird. Der Kaufbrief steht im Waldeckschen Urkundenbuche. Die Familie Söhne wohnte also in Wildungen, wohl Niederwildungen. Dort selbst ist sie aber schon vor 1800 ausgestorben. [Kommentar zu diesem Absatz: Wilhelm Robert Söhne hat sich diese Urkunde angesehen und dabei festgestellt, daß Christian Söhne einen Übersetzungsfehler gemacht hat. In der Urkunde steht "Bertholdus et Conradus Filii Theodorici caeci", "Berthold und Konrad die Söhne des Dietrichs des Blinden". Es bezeichnet also nicht den Familiennamen.]

Im Jahre 1640 wurde ein Landtag am Schiebenscheid bei Sachsenhausen abgehalten. An dieser Versammlung nahm auch als Vertreter der Stadt Waldeck der Bürgermeister derselben, Georg Söhne, teil; denn der Landtagsabschied enthält diesen Namen als Unterschrift (diese Nachricht stammt aus dem Munde Sr. Durchlaucht des Fürsten Friedrich von Waldeck, der gelegentlich seiner Reise nach Fürstenberg 1910, Ostersonnabend, von jener Urkunde erzählte). Seit wann die Familie Söhne in Waldeck wohnte, ist unbekannt. Sie starb dort aus um das Jahr 1750.

Die Familie Söhne in Sachsenhausen

Um das Jahr 1750 heiratete der Wilhelm Söhne [Kommentar von Dr. Robert Söhne: laut Taufschein des Sohnes: Johann, Georg Söhne] von Waldeck nach Sachsenhausen. Damals wurde das herrschaftliche Gut dortselbst verkauft. Er erwarb die Hälfte desselben und besaß nun einen Bauernhof von etwa 120 bis 130 Morgen [Anm.: ca. 30 Hektar]. Sein Sohn, Johann Justian Söhne, unser Urgroßvater, geboren am 12.3.1759 und gestorben 18.11.1833 in Sachsenhausen, war Bürgermeister von Sachsenhausen. Ein Bruder unseres Urgroßvaters war durch holländische Werber zum Soldaten gepreßt worden; er starb in Indien. Laut brieflichen Nachrichten seines Hauptmanns ist er ein tapferer, tüchtiger Soldat gewesen und soll infolge übergroßen Heimwehs gestorben sein (der Brief ist nicht mehr vorhanden, mündliche Mitteilung durch unseren Vater). Der Bruder hat Wilhelm geheißen.

Friedrich Christian Söhne, unser Großvater, wurde am 19.2.1787 in Sachsenhausen geboren. Er war verheiratet mit Marie Margarete Simshäuser. Das Ehepaar hatte fünf Kinder:
1. Elisabeth, 2. Wilhelm [Gutsnachfolger], 3. Christian [Begründer des neuen "Waldecker Zweigs"],
4. Friedrich (Fritz) [Begründer des Zweigs der kleinen Söhnes], 5. Friederike
Die Erziehung der Kinder lag nach den Mitteilungen unseres Vaters ganz in den Händen seiner Mutter Marie Margarete und seines Großvaters, des alten Bürgermeisters. Der Vater war kränklich, er starb am 3.5.1855 im Alter von 68 Jahren.

Der Gutsnachfolger wurde Wilhelm.

Seine Schwester Elisabeth heiratete nach Berich den Witwer Fritz Pilger, starb aber schon 1854 aus Gram darüber, daß ihr Mann ein Tränker war.

Der Bruder Christian zog nach Waldeck. Über denselben, meinen Vater, berichtet ein besonderer Abschnitt.

Friedrich oder kurz Fritz genannt, blieb in Sachsenhausen,

Friederike heiratete den Landwirt Wilhelm Hufeisen.

Der Gutsnachfolger Wilhelm Söhne (1816-1875) und seine Nachkommen

Wilhelm Söhne war am 30.9.1816 geboren, diente als Soldat im Waldeckschen Bataillon für sich und auch gleichzeitig für seine beiden jüngeren Brüder, er heiratete Elisabeth Bock.
Aus der Ehe stammten zwei Kinder, Friedrich und Marie. Onkel Wilhelm war sehr willensschwach und überließ seiner Frau die Zügel in der Leitung der Gutsverwaltung und Erziehung der Kinder. Die Erziehung des einzigen Sohnes Friedrich war sehr schlecht. Die Mutter ließ ihm jeden Willen. Kaum war er aus der Schule entlassen, so ging der Junge schon in die Wirtshäuser, lernte spielen und saufen. Aus Gram darüber starb der Vater schont am 8.2.1875. Die Tochter Marie heiratete den Landwirt Wilhelm Koch und lebte glücklich mit ihm.
Ihr Bruder Friedrich heiratete Karoline Berthold aus Oberwaroldern, aber das Trinken ließ er nicht. Kaum war der Vater ein halbes Jahr tot, verkaufte er sein Gut in der Betrunkenheit an die Juden in Sachsenhausen, die es ausschlachteten und bei dem Geschäft fast das Dreifache wieder gewannen.
Die Mutter und Ehefrau wurden von ihm sehr schlecht behandelt, Mißhandlungen aller Art mußten sie sieh gefallen lassen. Er ist der fünfte und letzte Söhne im Stammhause zu Sachsenhausen.
Seine beiden Söhne sind nach Westfalen ausgewandert, ihnen geht es gut, weil sie tüchtig sind; auch die Töchter sind glücklich verheiratet .
Friedrich verunglückte 1912 bei der Ernteeinfahrt. Man brachte ihn tot nach Hause. Seine Kinder verkauften das alte Söhnehaus und heuten wohnen fremde Leute dort.


Friedrich Söhne - Begründer des Zweiges der kleinen Söhnes in Sachsenhausen

Der jüngste Bruder Friedrich oder Fritz war sehr eigensinnig, Schon als Kind bekam er manchen Stoß dafür. Dieser Eigensinn verbitterte ihm oft das Leben. Er heiratete Henriette Koch (Scheid's Koch), war außerordentlich fleißig und sparsam, verdiente im Winter als Hausschlachter in Sachsenhausen viel Geld.
Nach und nach kaufte er einen Acker nach dem anderen. Sein anfangs kleines Haus bekam einen Anbau nach dem anderen. Er starb 1889. Seine Kinder sind Wilhelm, Friedrich, Karl und Marie,
Onkel Fritz ist dadurch der Stifter der neuen Linie in Sachsenhausen.

Sein Gutsnachfolger Wilhelm vermehrte den Besitz. Heute hat er 50 Morgen [12,5 ha] Land.

Sein Bruder Friedrich ging in die Fremde, kehrte 1888 zurück und starb schwindsüchtig nach einigen Monaten 1889.

Der jüngste der Brüder, Karl, ging nach Frankfurt, heiratete dort, starb aber bald 1894. Er hinterließ seiner Witwe einen Sohn.

Die Schwester Marie heiratete nach Beringhausen, den Karl Lindenborn, sie hat einen guten Mann und gute Kinder.

[Anm. von Dr. Robert Söhne: Hier hat der Lehrer Christian allerdings etwas durcheinander gebracht. Es handelte sich nicht um Beringhausen bei Marsberg, sondern um Dehringhausen im Fürstentum Waldeck, etwa 10 km von Sachsenhausen entfernt. Auch bei dem Vornamen des Ehemannes irrte er. Dieser hieß nicht Karl sondern Heinrich. Johann Heinrich Friedrich Lindenborn wurde am 28.5.1858 in Dehringhausen geboren und war Tagelöhner. Später ist er zum Bauern aufgestiegen. ... ]

Friederike

Die Schwester Friederike, das jüngste Kind unseres Großvaters, heiratete den Landwirt Wilhelm Hufeisen. Wir Kinder kannten sie nur unter dem Namen "Tante Hufeisen". Sie war glücklich verheiratet; aber im Jahre 1873 starb ihr Mann und der Sohn Fritz und einige Monate später brannte ihr Gehöft ab. Tapfer und tatkräftig ertrug sie das Schwere und erbaute sich einen neuen Hof, wobei sie von ihren Brüdern unterstützt wurde. Ihr Sohn Wilhelm war erst 16 Jahre alt als der Vater starb. Außer diesem Sohn hatte sie noch als dritten Sohn Karl und zwei Töchter, Wilhelmine und Friederike. Sämtliche Kinder wurden tüchtige Menschen.


Johannes Christian Söhne - Begründer des neuen "Waldecker Zweigs"

Unser Vater: Christian Söhne (1819-1885)


Der zweite Sohn des dritten Gutsinhabers in Sachsenhausen, Johannes Christian Söhne, ist unser Vater. Von ihm berichte ich deshalb besonders.
Christian Söhne wurde am 27.7.1819 in Sachsenhausen geboren, die Erziehung war streng. Mit großer Liebe hing er an dem Großvater, von dem er uns Kindern viel erzählte und ihn rühmte er als sehr willenskräftig und sehr stark. So habe er einmal als seine Ochsen im Walde in einem sumpfigen Waldwege halten geblieben seien, den Hinterwagen samt dem Eichenklotz aus der Pfütze herausgehoben und das ganze Gespann vorwärts geschoben.

Nach seiner Schulentlassung kam Christian in den Dienst des Rats Waldschmied, den er auf seinen vielen Reisen durch Waldeck begleiten durfte. Auf Empfehlung desselben wurde er Gutsverwalter auf Stift Schaaken [Anm: Kloster Schaaken, siehe auch Wikipedia], welches Amt er bis zu seiner Verheiratung 1845 innehatte. Gern und oft erzählte er uns Kindern vom alten Rat Waldschmied, bei dem er so vielerlei gelernt habe: seine Kenntnisse in der Landwirtschaft, Buchführung, Gewandtheit im Verkehr mit hoch und niedrig, Belesenheit, Wissen und Bildung. Dazu kam eine große Willens- und Tatkraft .
1845 heiratete er in das Siebelsche Gut nach Waldeck. Seine Frau war die Witwe des früh verstorbenen jungen Siebel, Johanna, geb. Altenhenn, gewöhnlich Hannchen genannt. Aus der Ehe stammte eine Tochter Riekchen, die aber im Alter von etwa 10 Jahren an einem Unterleibsleiden starb.

Das Siebelsche Gut war durch Mißwirtschaft und Trunksucht seiner Besitzer sehr zurückgekommen; so hatte der letzte Siebel seine Scheune für ein paar Maß Schnaps verkauft, was heute 1919 noch in Waldeck erzählt wird. Ehedem hatten die Siebels den Ruhm besessen, die reichste Familie in Waldeck zu sein. Von all dem Reichtum war nichts verblieben. Als mein Vater das Gut antrat, fand er Schulden und eine zerrüttete Landwirtschaft. Ein Teil der Acker lag wüste, so der Acker auf dem "Hohen Haine", der Acker auf dem "Breme" und andere; Hecken, Steine und Disteln waren die Kennzeichen der Siebelschen Grundstücke. Der verstorbene Siebel hatte kurz vor seinem Tode das Stallgebäude neu errichtet, aber nicht mehr fertig einrichten und ausbauen können. Der Tod hatte ihn abgerufen.
So fand Christian Söhne Arbeit über Arbeit. Sein Vater unterstützte ihn; er bekam Saatgut, Stroh und Heu, außer seinem Kindsteile noch weitere Unterstützung durch Darlehen. Auch bei seinem früheren Lehrherrn konnte er 80 Taler gegen Schuldschein leihen. Seine Frau kränkelte, sie litt an Lungenleiden, das zur Schwindsucht wurde. 1850 starb sie, von ihm selbst und auch der ganzen Bekanntschaft tief betrauert, denn Altenhenns Hannchen hatten alle gern gehabt.
Bald aber schritt Christian zur zweiten Ehe, er heiratete die Tochter des Bürgers und Landwirts Finke, Luise; sie war die Enkelin eines Pfarrers Finke. Dieser Ehe entsproß
der älteste Sohn Friedrich, geboren am 23. Okt. 1852 und die Tochter Marie, geb . am 25. Okt. 1860. Im gleichen Jahre 1852, als der Sohn geboren wurde, erbaute er die Scheune vor dem Tore.
Zu dem Gute gehörte die Hute-Wiese, ein Grundstück, das seit alter Zeit als freies Allod galt. Es war steuer- und abgabefrei, ebenso hutefrei. Aber seine lieben Mitbürger von Waldeck, unter denen viele mit scheelen Augen auf den Söhne blickten, wollten ihn darum betrügen. In einem langen Prozesse konnte er die Rechte des Grundstücks nachweisen, so daß der Prozeß gewonnen wurde. Durch großen Fleiß und Sparsamkeit gelang es bald, den Ertrag des Gutes so zu erhöhen, daß die Schulden abgestoßen werden konnten. Da griff der Tod wieder mit rauher Hand in das Familienglück. Nach der Gehurt der Tochter war seine Frau kränklich geworden; sie starb im Dezember 1860.
Erst zu Pfingsten 1863 ging Christian die dritte Ehe ein, er heiratete Marie Münch, die Tochter des Jakob Münch. Sie war am 17. Februar 1843 geboren. Als sie heiratete, waren ihre Eltern beide schon tot. Im Frühjahr 1864 riß der damals 45-jährige Mann das alte, sehr baufällige Wohnhaus nieder und erbaute es neu. Die Arbeiten wurden so gefördert, daß der Neubau schon im August bezogen werden konnte. Am 30. August wurde ich, der Schreiber dieses Buches, Christian Söhne, im neuen Hause geboren. Dieser Ehe entsproß nun noch eine ganze Reihe Kinder:
Am 22. Jan. 1866 wurde Friederike (Rikchen),
am 17. Jan. 1868 Wilhelm,
am 23. Dez. 1870, Luise
am 1. Nov. 1875 Karl,
am 3. Aug. 1883 Dorothea (Dorchen) geboren.
Außer diesen hatten wir noch vier Geschwister, welche als kleine Kinder starben. Es wuchsen mithin 8 Kinder heran.
Unter dieser großen Kinderschar hielt der Vater auf strenge Zucht und Ordnung, frühestes Heranziehen und Anleiten zur Arbeit. Jedes Kind bekam einen bestimmten Dienst überwiesen, der pflichttreu ausgeführt werden mußte. Daß der Stock, "Bello" genannt, oft nachhelfen mußte, war selbstverständlich. Aber Gott sei dank, keines ist auf schlechte Wege geraten; alle sind zu tüchtigen Menschen herangewachsen,
Am schwersten hatte es wohl die Mutter, Wenn ich heute zurückblicke, nachdem ich selbst Kinder habe, wächst meine Bewunderung für dieselbe. Die beiden ältesten hatte sie als Stiefkinder angenommen, aber ganz als seien sie ihre eigenen erzogen. Ich war schon 12 Jahre alt, als ich erst erfuhr, wir seien Stiefgeschwister. Dieses Wort kannten wir gar nicht. Die Geduld und die Liebe dieser Frau war grenzenlos. Dazu kam, daß der Vater seit seinem 45. Lebensjahr an Rheumatismus litt, welches Leiden Ihm oft viele Schmerzen brachte. Er war aber bei seinem lebhaften Charakter ein sehr ungeduldiger Kranker, worunter besonders die Mutter zu leiden hatte.
Im Jahre 1876 erbaute mein Vater noch eine kleine Feldscheune. Damals wurde in Waldeck verkoppelt. Wir erhielten folgende Planstücke zugewiesen:
1. Plan auf dem Ziegenberge mit Hutewiese
2. Plan an der Tonne und Holunder
3. Plan vor der Hard
4. , Planstück in der Boseite
5. Die Wiese am Mehlborn
Als sechstes Grundstück kaufte er noch den Plan vor dem Eckewege und Oberbuhlen. Der Gesamtbesitz zählte damit 72 Morgen oder 18 ha Ackerland und Wiese.
Mit zunehmenden Alter wurden die rheumatischen Schmerzen immer heftiger, besonders warfen sie sich auf das linke Bein. Da beging sein Arzt die große Dummheit, daß er das Bein in einem Gipsverband legte. Die Folge war ein Brennen und Ver¬eitern des Unterschenkels. Als wir ihm den Gipsverband ab¬nahmen, schoß dicker Eiter hervor. Wenige Tage später, am 15. August 1885 schlossen sich die treuen Augen; im vollen Vertrauen auf seinen Gott trat er den Weg ins dunkle Tal des Todes an. Seine letzten Worte waren Segensworte für seine Kinder. Sein Körper war von allen Leiden erlöst, sein Geist war und ist noch heute um uns her. Er lebt in uns weiter und wir in ihm. Sein Andenken bleibt im Segen.


Unsere Mutter: Marie Söhne, geb . Münch (1842-1909)


Marie Wilhelmine Henriette, geb. Münch, geboren am 17. Februar 1842 hatte eine schwere Jugend. Ihre Eltern starben 1860 kurz hintereinander her. Sie war das älteste Kind und zählte 18 Jahre. Ihr Bruder Christian heiratete und bald waren seine Geschwister der jungen Frau im Wege. Marie fand dann bald Pfingsten 1863 ein eigenes Heim als Ehefrau des Christian Söhne. Auch im Ehestand blieb sie Kreuzträgerin. Sie hatte zehn Kindern das Leben gegeben, von welchen sechs heranwuchsen und vier als kleine Kinder starben. Sie sah ihren Mann sterben am 15. August 1885. Ihre Schwiegertochter Katharina, ihr Sohn Friedrich, ihre Tochter Luise, ihr Sohn Karl und endlich ihre Enkelin Trinchen gingen vor ihr her. Das Leben hatte ihr besonders die zweite Frau Friederichs schwer gemacht. Bei der Pflege der Enkelin Trinchen, die an Schwindsucht starb, hatte sie sich angesteckt. Sie erlag diesem Leiden auch am 15. Juli 1909 im Alter von 67 Jahren. Auf die Grabsteine beider Eltern habe ich eingraben lassen:
Die Liebe höret nimmer auf. Diese Liebe wächst weiter von ihren Kindern fort auf Enkel und Urenkel.
Am 27. Juli 1919 besuchten wir Geschwister das Grab unseres Vaters und feierten dort im stillen Gedenken den 100. Geburtstag dieses Mannes. Unser Vater war 24 Jahre im Gemeinderat, ebenso lange im Kirchen- und Schulvorstand und 6 Jahre im Kreisvorstande.


Die Kinder des Christian Söhne in Waldeck


1. Friedrich Söhne (Waldeck) 1852-1902


Friedrich Söhne wurde am 23. Okt. 1852 geboren. Im 8. Lebensjahr verlor er seine Mutter. Gern und viel besuchte der Knabe das Haus seiner Großeltern mütterlicherseits. Schon als Kind mußte er tüchtig helfen. Nach seiner Konfirmation zog er täglich mit den Pferden auf das Feld. Er wurde bald die rechte Hand seines Vaters und ersparte ihm den teueren Knechtelohn. Im Frühjahr 1885 verheiratete er sich mit Katharina Hankel aus Waldeck. Der Vater übertrug ihm das Gut, da er selbst schwer krank war und schon im Sommer starb.

Im März 1886 wurde ihm die Tochter Trienchen geboren. Das Vertrauen seiner Mitbürger berief ihn zu mehreren städtischen Ämtern. Er wurde Mitglied des Gemeinderats und des Kirchenvorstandes. Im Jahre 1888 wurde ihm ein Kind geboren, das aber nur 1 Jahr alt wurde.

Am 6. August 1890 wurde ihm Friedrich und

am 6. Sept. 1892 Karl geboren.

Im Jahre 1893 riß er die Feldscheune nieder, weil sie zu klein geworden war und er baute eine große an deren Stelle. Die Obstbaumanlagen, die schon sein Vater in allen Gärten eingerichtet hatte, wurden in der Hute-Wiese vergrößert. Auch die ganze Mehlbornwiese wurde mit Obstbäumen bepflanzt. Im März 1898 riß der Tod eine Lücke in das glückliche Familienleben. Frau Katharine erkrankte an Schwindsucht und starb, tief betrauert von allen.
Nach mehrjähriger Trauer schritt Friedrich zur zweiten Ehe; er heiratete Christiane Münch, Tochter des Christian Münch und dessen Ehefrau Henriette, geborene Herzog. Diese Ehe war sehr kurz.

Am 22. Juli 1902 starb Friedrich auf einer Badereise nach Fritzlar am Schlaganfall. Er hatte im Frühjahr Gliederrheumatismus gehabt und wollte nun durch Dampfbäder allen Krankheitstoff aus dem Körper herausspülen. Dieser schwere Schlag traf uns alle hart, besonders die drei Kinder; denn die Stiefmutter zeigte keine Liebe zu ihnen. Ihr selber wurde im September eine Tochter geboren, Riekchen.

Die armen Kinder suchten Trost und Hilfe bei den Geschwistern ihres Vaters, besonders fanden sie diese bei Tante Marie und mir in Fürstenberg. Karl erkrankte und lag über ein Jahr im Arolser Krankenhaus. Da das Leiden sich als unheilbar erwies, nahmen wir ihn von Ihn von 1905 bis 1909 zu uns nach Fürstenberg. Trienchen erkrankte an Schwindsucht, und starb am 22. Dez. 1908. Die Stiefmutter hatte im Jahre vorher das Haus vorlassen und war wieder zu ihren Geschwistern gezogen.


Friedrich übernahm bei seiner Volljährigkeit das Gut. Nach dem Abzuge der Stiefmutter führte unsere alte Mutter bis zu ihrem Tode am 15. Juni 1909 den Haushalt weiter. Friedrich heiratete im Mai 1913 Emma Hufeisen, die Tochter unseres Vetters Wilhelm Hufeisen und dessen Ehefrau Karoline, geb. Brandt.
Karl wohnt bei Friedrich, beide Brüder sind tüchtige Menschen geworden.


2. Marie Söhne (Waldeck-Fürstenberg) 1860-1924


Marie Söhne wurde am 25. Okt. 1860 geboren. Sie blieb bis 1893 im Elternhaus, zog dann zu mir nach Fürstenberg und führte mir den Haushalt. Sie bliebt unverheiratet. Sie ist mir noch heute eine treusorgende Schwester, eine Pflegerin meiner Kinder.


3. Christian Söhne (Fürstenberg) 1864 - 1921


Ich, Christian Söhne, der Verfasser dieses Familienbuches, wurde am 30. August 1864 geboren. Von 1884 bis 1887 besuchte ich das Seminar zu Homberg und wurde Lehrer. Ich habe vom 15.6.1887 zuerst in Eichenborn amtiert, erhielt dann am 1.11.1887 die zweite Lehrerstelle in Freienhagen, diente in dieser Zeit auch als Soldat in Arolsen und Kassel und legte 1890 die zweite Lehrerprüfung ab. Am 15. August 1898 erkrankte ich an Rheumatismus und habe etwa 12 Jahre lang dagegen gekämpft, besuchte öfters die Bäder in Fritzlar, Mainberg/Lippe und Wiesbaden. Besonders das letzte tat mir große Dienste .
1912 verlobte ich mich mit Auguste Kesting, Tochter des Hermann Kesting und dessen Ehefrau Amalie, geborene Ostmann. Am 15. November desselben Jahres feierten wir im Geburtsort Pivitsheide-Lippe im Kreise unserer Verwandten unsere Hochzeit.
Am 7. Oktober 1913 wurde uns Walter,
am 18. Oktober 1915 Gerhard,
am 12. April 1917 Dora geboren;
dieses Kind wurde in der Frauenklinik zu Marburg geboren. Unsere Ehe war eine sehr glückliche. Auguste, geb. am 28. Juni 1875, wurde am 1. April 1897 Rote-Kreuz-Schwester in Kassel. Von 1902 war sie in der Chirurgischen Klinik in Marburg tätig. Seit 1910 war sie Oberschwester daselbst bis zu ihrem Austritt am 8. Oktober 1912. Sie hatte sich während ihrer langjährigen Tätigkeit die Achtung ihrer Vorgesetzten und die Liebe aller ihrer Pfleglinge erworben. Die Tätigkeit der Krankenpflege konnte sie nun auch noch während ihrer Verheiratung im reichsten Maße ausüben. Die Gemeinde Fürstenberg hatte an ihr eine Hilfe in allen Krankheitsnöten. Sie war in allen Häusern die erste Hilfe. Die Frau Lehrer oder auch Tante Auguste, Schwester Renate (ihr früherer Schwestername) hatte sich schon im ersten Jahre ihres Hierseins die Herzen aller Fürstenberger gewonnen.
Jedes Jahr während der Sommermonate fuhr sie mit ihren Kindern zum noch lebenden Vater nach Pivitsheide. Mit meiner Schwester Marie vertrug sie such aufs Beste, worüber ich mich sehr freute.
Am 28. Oktober 1919 reiste sie zum Jahresfeste des Roten Kreuzes nach Kassel. Es wurde bei dieser Gelegenheit unsere Nichte Frieda Kesting aus Lage-Lippe eingesegnet. Es war ein kalter nasser Tag. Auguste erkältete sich auf der Hin¬reise und erkrankte an Lungenentzündung. Sie war als Besuch bei unserem Neffen Adolf Disep und dessen Frau Lina, geborene Hufeisen. Man brachte sie ins Rote Kreuz. Das schreckliche Leiden nahm täglich zu. Ständig zeigte das Fieberglas über 40°. Allmählich schwanden die Kräfte dahin; alle ärztliche Hilfe erwies sich als machtlos. Am 9. Nov. 1919 morgens um 9 Uhr schloß sie die treuen Augen zum ewigen Schlafe.
Dreimal war ich in Kassel gewesen. Die dritte Reise hatte ich im Wagen bei Schnee und Regen unternommen und der Arzt stellte mir sichere Heilung in Aussicht, so daß ich getrost nach Hause fuhr.
Am Sonntagmorgen sandte uns Frieda die Todesnachricht.
Schwager Friedrich Huhn, Neffe Friedrich Söhne aus Waldeck und Neffe Karl Weinreich aus Niederwerbe zogen mit dem Geschirr des Friedrich Söhne nach Kassel und holten unsere liebe Mutter heim. Die Reise dauerte von Sonntag bin Dienstag.
Bruder Wilhelm aus Werbe brachte sie hierher. Am Donnerstag, den 13. November begruben wir sie auf dem Gottesacker. Ein reichgesegnetes Leben fand damit einen Abschluß. Der Schlag traf mich bis ins innerste Herz, noch kann ich ihn nicht überwinden. Ich hatte meine ganze Hoffnung auf sie gesetzt. Sie sollte mir im Alter eine Pflegerin sein und nun kam es so. Die ganze Gemeinde, alte Freunde und Bekannte aus nah und fern nahmen herzlich Anteil, was ja tröstet, aber .... die Liebe, Treue ist nicht mehr,
Noch im Jahre 1914 wurde sie mir zur Lebensretterin, als ich in der chirurgischen Klinik in Marbug eine schwere Operation an der Schlagader des linken Beines ertragen mußte. Wie hat sie da drei Tage an meinem Bett gesessen bis endlich der Professor König jede Lebensgefahr für überwunden erklärte. Gott wolle den Geist der Mutter als Schutzengel um meine drei armen Kinder sein lassen.

Mein Schwiegervater, Hermann Kesting, in Pivitsheide/Lippe, starb am 16. Juli 1920 im Alter von 88 Jahren.

4. Friederike Weinreich, geb. Söhne (Niederwerbe ) 1866-1945

Friederike (Rikchen) Söhne, geboren am 22. Jan. 1866, war ein lebhaftes Kind. Nach ihrer Konfirmation - wir beide wurden am 4. Mai 1879 konfirmiert - blieb sie noch einige Jahre im Elternhaus und ging dann nach Rüsselsheim (Main-Hessen), wo sie im Hause des Pfarrers Richter - eines alten Bekannten unseres Vaters - den Haushalt erlernte. In den Jahren der Krankheit ihrer Schwägerin Katharine, war sie die Haupt¬stütze ihres Bruders Friedrich im Elternhause bis zu ihrer eigenen Eheschließung. Sie heiratete im Jahre 1901 den Land¬wirt und Wagener Karl Weinreich in Niederwerbe. Sie wurde Stiefmutter von vier Kindern. Ihr selbst wurde 1904 eine Tochter Dorchen geboren. Das Verhältnis zu ihren Stiefkindern ist ein sehr Gutes, wie überhaupt das Familienleben ein glückliches ist.

5. Wilhelm Söhne (Niederwerbe) 1868-1943


Wilhelm Söhne [der Link führt zu einem viele Einzelheiten enthaltenden Bericht seiner Enkeltochter Helga Kühn, geb. Söhne] wurde am 17. Jan. 1868 geboren. Er blieb nach seiner Konfirmation im Elternhause und wurde Landwirt; seinem Bruder war er ein treuer Helfer. 1898 heiratete er in das Lösekammsche Gut nach Niederwerbe. Seine junge Frau Marie, geb. Lösekamm brachte ihm ein großes, aber sehr verschuldetes Gut mit in die Ehe. Leider starb sie schon nach 1 1/2 Jahren an der Schwindsucht. Vor ihrem Tode setzte sie ihren Mann zum Erben ein. Nach der Trauerzeit verheiratete sich Wilhelm mit Friederike (Rikchen) Weinreich, der Tochter des Bürgermeisters in Werbe. Dieser Ehe entsprossen acht Kinder:
Marie, Wilhelm, Friedrich, Frieda, Karl,
Adolf, Martha und Lina.
Karl ertrank im Alter von 10 Jahren im Vorbecken der Edertalsperre .
Durch den Bau der Edertalsperre wurde das Dorf Niederwerbe sehr in Mitleidenschaft gezogen. Das ganze Unterdorf, alle Gebäude die unterhalb der Straße standen, mußten abgerissen und anderswo aufgebaut werden. Auch Bruder Wilhelm und Schwager Weinreich wurden abgelöst. Sie erbauten sich neue moderne Gehöfte an der Straße nach Sachsenhausen auf ihren Planstücken, 1912 Wilhelm und 1913 Schwager Weinreich.

6. Luise Finke, geb. Söhne (Waldeck) 1870-1901


Luise Söhne wurde am 23. Dez. 1870 geboren . Nach ihrer Konfirmation ging sie mehrere Jahre in dienende Stellung als Hausmädchen. Dann heiratete sie den Landwirt Friedrich Finke in Waldeck. Ihr wurden drei Kinder, Marie, Christian und Friedrich, geboren. Leider erkrankte nie nach der Geburt des dritten Kindes an Gehirntuberkulose. Sie mußte in die Marburger Heilanstalt gebracht werden, wo sie am 15. Okt. 1901 von ihrem qualvollen Leiden durch den Tod erlöst wurde. Ihre drei Kinder waren noch sehr klein.

7. Karl Söhne (St. Louis) 1875-1904


Karl Söhne wurde am 9. Nov. 1875 geboren. Er besuchte in Kassel eine Schule und ging 1892 nach Amerika. Dort verheiratete er sich in St. Louis. Nach brieflichen Mitteilungen wurde ihm ein Sohn Karl Christian geboren. Leider starb er schon im Jahre 1904. Von da an blieben weitere Nachrichten aus.

8. Dorchen Huhn, geb. Söhne (Fürstenfeld) 1882 - 1955


Dorchen Söhne wurde am 3. Aug, 1882 in Waldeck geboren. Im Alter von 17 Jahren kam sie nach Niederwerbe. Dann ging sie nach Viermünden und erlernte den feinen Haushalt. Anschließend war sie in Ems und Wiesbaden. Im Jahre 1906 heiratete sie den Landwirt, und späteren Bürgermeister Friedrich Huhn, genannt Sommers in Fürstenberg. Ihrer Ehe entstammten fünf Töchter und ein Sohn. Dieser starb schon im dritten Lebensjahr. Die älteste Tochter
Mariechen, geb. am 3. März 1907,
Dora, geb. am 13. Dez. 1912
Anna, geb. am 25. Febr. 1917
Elfriede (Frieda), geb. am 21. Dez, 1919 in Marburg.

Dieser Text wurde nicht von Christian Söhne, sondern vermutlich von Marie Söhne geschrieben. [Auf welchen Teil des Textes sich dieser Kommentar bezieht und wer in geschrieben hat (vielleicht Prof. Walter Söhne) ist mir nicht bekannt.]


Stammbaum


A Wildunger Linie


Gebrüder Berthold und Konrad Söhne 1283

Sonstige Glieder bis jetzt unbekannt


B Alte Waldecker Linie


Georg Söhne um 1640 Bürgermeister
Wilhelm Söhne (?) 1750
Alle anderen Glieder unbekannt.


C Alte Sachsenhäuser Linie (korrigiert, W.S.)

[Anm.: W.S. ist sehr wahrscheinlich Prof. Walter Söhne, der Sohn des Chronisten]


1. Johann Georg Söhne * ca. 1730
2. Johann Justian Söhne
*12.3.1759 + 19.11.1833
Bürgermeister in Sachsenhausen
3. Friedrich Christian Söhne
*19.2.1787 + 3.5.1855
∞ mit Johanna Maria Katharina Margarete Simshäuser * 10.12.1787 in Waldeck
4. Wilhelm Söhne
*30.9.1816 + 8.2.1875
∞ Elisabeth Bock
5. Friedrich Söhne + 1912
6. Friedrich Söhne * 11.6.1877
Solingen

Der dritte in der Reihe der alten Sachsenhäuser Linie Friedrich Christian Söhne und seine Ehefrau Marie geb. Simshäuser hatten fünf Kinder
1. Wilhelm * 30.9.1816
2. Christian * 27.7.1819
3. Friedrich
4. Elisabeth
5. Friederike

Christian wurde der Stammvater der neuen Waldecker Linie und Friedrich der der jüngeren Sachsenhäuser Linie. Christian Söhne in Waldeck hatte 8 Kinder
1. Friedrich       5. Friderike
2. Marie            6. Luise
3. Christian       7. Karl
4. Wilhelm        8. Dorchen


Aus erster Ehe: Witwe Hannchen Siebel brachte in 2. Ehe ihre Tochter Christiane Siebel mit. Diese heiratete später den Justus Schneider in Freienhagen.


Friedrich Söhne in Sachsenhausen
1. Wilhelm, 2. Karl, 3. Friedrich, 4. Marie