Henrich Wilhelm Söhne: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 10. Oktober 2010, 21:13 Uhr
19 - Henrich Wilhelm Söhne und Margartha Salome geb. Reuther und Maria Sybilla geb. Kießer
Familie und privater Lebenslauf
Henrich Wilhelm war ein Sohn des Pfarrers Georg S. (Nr. 8) und wurde am 30.11.1689 in Nußdorf geboren und am 2.12.1689 getauft. Pate war der Landauer Pfarrer Johann Henrich Merl, der auch die Taufe vorgenommen hat. Aus diesem Grund gibt es zwei Geburtseintragungen: eine in den Landauer Kirchenbüchern, in denen der Pfarrer Merl seine Amtshandlung vermerkt hatte, und eine in den Nußdorfer Kirchenbüchern, in denen der Vater die Geburt seines Sohnes festhielt.
Laut Minichronik des Julius Hagen soll Henrich Wilhelm eine schwere Jugendzeit gehabt haben (vgl. Datei minichronik.pdf). Diese Aussage wird zwar nicht näher ausgeführt, aber sie dürfte sich auf den spanischen Erbfolgekrieg beziehen, der in dieser Zeit wütete.
Am 12.2.1715 heiratet er in Worms Margaretha Salome Reuther, die Tochter des Wormser Küfers Georg Werner Reuther (siehe Datei henrichwilhelm.doc). Diese starb am 23.8.1727 im Alter von 36 Jahren, 7 Wochen und 4 Tagen. Sie müßte also 2.7.1691 geboren sein.
Am 20.4.1728 heiratet er Maria Sybilla Kießer (15.12.1705 - 9.7.1767), die Tochter des Lammwirts Johann Michael Kießer und der Anna Maria Metzger aus Rhodt.
Laut Kuby, Ergänzungen zum Pfälzischen Pfarrerbuch hatte er insgesamt 16 Kinder, aber Herr Kuby kann dazu keine näheren Angaben machen.
In den Kirchenbüchern von Rhodt konnte ich nur 6 Kinder aus zweiter Ehe und die Todeseintragung eines Sohnes aus erster Ehe finden. Die anderen Kinder erster Ehe müßten in den Kirchenbüchern von Böchingen, Dammheim oder Landau zu finden sein, wobei Landau ausscheidet, weil ich diese Kirchenbücher bereits eingesehen und nichts gefunden habe.
Er starb am 21.1.1767 in Rhodt.
Seine lorbeerenumrahmter Grabstein mit einem Relief des guten Hirten ist noch in der Kirche von Rhodt erhalten:
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Weide meine Schafe
Erde |

Beruflicher Lebenslauf
Nach seinem Studium (am 11.2.1707 war er in Heidelberg, und am 11.12.1708 in Straßburg immatrikuliert), wurde Henrich Wilhelm 1713 von dem Landauer Pfarrer ordiniert.
Von 1713 bis 1733 war er 1. Pfarrer in Böchingen und von 1715 - 1733 zugleich Pfarrer in dem Nachbarort Dammheim (ab 1715) und Lehrer an der Lateinschule in Landau.
Ab 1734 war er Pfarrer in Rhodt (Laut Biundo war er bereits 1733 Pfarrer in Rhodt, aber in den Kirchenbüchern von Rhodt erscheint er erst ab 1734).
Anekdoten
Am 8. Okt. 1738 beschwerte er sich bei dem Domkapitel über seinen Competenzwein. Dieser sei so schlecht, wie er in den Jahren 1716, 1724 1725 und 1730 nicht gewachsen sei. Er bat um Rücknahme und Lieferung eines besseren Weins und fügte zur Bekräftigung eine gerichtliche Bescheinigung bei. Eine weitere Beschwerde folgte am 4. November. Der Wein sei so schlecht, daß er noch nicht einmal einem Tagelöhner gegeben werden könne. Das Domkapitel wieß die Klage jedoch am 12.11.1738 ab, weil sie unstatthaft sei.
Eine Tochter hatte ein intimes Verhältnis zu einem Metzgerburschen, das nicht ohne Folgen blieb. Er rügte ihr Verhältnis öffentlich in der Kirche.
Bild im Besitz seiner Nachfahren. Das Bild hat eine Größe von 15 x 18 cm und ist eine im 19. Jhd. von dem Maler Noël angefertigte Kopie eines Ölbildes, das Frau Reboul geb. Muller-Soehnée gehört haben soll. Es ist allerdings fraglich, ob der evangelische Pfarrer Henrich Wilhelm Söhne Modell gestanden hat, denn er hält keine lutherische Bibel in der Hand, sondern eine lateinische (Biblia Sacra).
(Quellen: Kirchenbücher Nußdorf, Rhodt und Landau - Georg Biundo, Die evangelischen Geistlichen der Pfalz seit der Reformation, Neustadt/Aisch 1968 - Alfred Hans Kuby, Ergänzungen zum Pfälzischen Pfarrerbuch - Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Band 14, Heft 8)