Christoph Söhne

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13 - Christoph Söhne und Rebecca Margaretha Koch

1660 wurde Johann Christoph Söhnen in Sachsenhausen konfirmiert. Zu diesem Zeitpunkt war er vermutlich 12 Jahre alt (übliches Konfirmationsalter: 12/13 Jahre). Er müßte also um 1648 geboren worden sein. Er war ein Sohn des Henrich und der Anna Söhne (Nr. 7).

Im Jahre 1666 hat er am Abendmahl teilgenommenen, da sein Name im Kommunikanten-verzeichnis unter der Rubrik "servi et adol." (Dienstboten und Jugendliche) steht.

Am 1.1.1668 wurde er Pate von Johann Christianus Meinecke, Sohn des Stephan Meinecke. In dieser Kirchenbucheintragung wird er noch als "juvenis" bezeichnet.

Am 25. Juli 1670 wurden Christoffel Söhne, Johann Hanstein, Johann Löwe und Daniel Eigenbrodt zu je 3 Kopst. Strafe verurteilt, weil sie verbotswidrig nachts Vieh im Buchhagen gehütet hatten. Bis zur Zahlung der Strafe mußten sie im "Bürgergehorsam" (Gefängnis) bleiben (Stadtarchiv Sachsenhausen, X, Konv. 4, Fasz. 3).

Später muß Christoph Sachsenhausen verlassen haben, denn sein Name erscheint am 15.6.1680 in den Kirchenbüchern von Worms (Stadtarchiv Worms, Abt. 108 Nr. 8, Kirchenbücher, Heiratsregister). Danach hatte "Georg Christoff Söhne, Bürger und Küffermeister alhier, weiland Henrich Söhne gewesenen Bürgers und Küffermeisters zu Sachsenhausen in der Grafschaft Waldeck sel(ig) nachgelaßener ehel(icher) Sohn" eine "Rebecca Margaretha, weiland Joh. Friedrichs Kochs gewesenen Bürgers und Küffermeisters in Eisenberg sel(ig) hinterbliebene ehel(iche) Tochter" geheiratet. Das Ehepaar, das überwiegend unter dem Namen Sehne, aber manchmal auch unter dem Namen Söhne in den Kirchenbüchern von Worms geführt wird, hatte bis 1690 drei Kinder bekommen. Über den Zeitraum danach läßt sich keine Aussage machen, weil die Kirchenbücher wegen des Krieges bis 1700 nur noch sehr lückenhaft geführt wurden.

Nach einem Register der Kirchenbucheintragungen von Worms (die Originaleintragungen habe ich noch nicht gesehen) ist Christoph mehrmals Pate in Worms geworden:
- am 25.3.1681 Pate eines Georg Christoff Anders
- am 18.8.1884 erneut Pate eines Georg Christoff Anders (das 1. Patenkind war vermutlich als Kleinkind gestorben)
- und am 31.10.1686 Pate eines Georg Christoff Kühn
Außerdem wird Christoph noch einmal in einer Geburtseintragung vom 14.4.1689 erwähnt (in dem Kirchenbuch-Register wird nicht gesagt, in welchem Zusammenhang).

1693 erscheint Christophs Name wieder in den Kirchenbüchern von Sachsenhausen. Dort steht, daß Johann Christoph Söhne, Bürger aus Worms, vor den Franzosen floh und am 17. Juni 1693 in Sachsenhausen am schwindsüchtigen Fieber starb. Er hatte also einen Teil des von Ludwig XIV. gegen Süddeutschland geführten pfälzischen Krieges (1688-1697) und wahrscheinlich auch die Zerstörung von Worms erlebt (Worms wurde am 31. Mai 1689 bis auf den Dom niedergebrannt).

Ob Christoph allein oder zusammen mit seiner Frau und Kindern nach Sachsenhausen geflohen war, bleibt unklar. Sicher ist jedoch, daß seine Witwe am 8.8.1699 in Worms war, denn sie hat dort an diesem Tag den Chirurgen Christian Fritsch geheiratet hat.

(Urkundenabschriften siehe Datei christoph.doc)