Friedrich Christian Söhne * 1787

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86 - Friedrich Söhne und Catharina, geb. Simshäuser

Friedrich Christian Söhne wurde am 19. Feruar 1787 in Sachsenhausen geboren und am 24. Februar getauft. Seine Eltern waren Justian und Margarethe Söhne geb. Meister (Nr. 72).


Jugend

Im Jahre 1800 wurde er konfirmiert.

Im Jahre 1808/09 findet sich Friedrichs Name im Verzeichnis der jungen Mannschaft, d.h. dem Verzeichnis der Wehrpflichtigen (VIII/1, Konv. 4. Fasz. 11). Er scheint jedoch nicht eingezogen worden zu sein, denn in einem neuen Verzeichnis der jungen Mannschaft aus dem Jahre 1813 wird für Friedrich vermerkt: einziger bereits verheyrateter Sohn (VIII/1, Konv. 4, Fasz. 13).


Heirat und Ehe

Am 15.4.1811 heiratete er in Sachsenhausen die am 10. Dezember 1787 in Sachsenhausen geborene und am 16. Dezember getaufte Maria Catharina Simshäuser, Tochter des Johannes Simshäuser und dessen Ehefrau Anna Gertrud Meta, geborene Ebersbach.

Schon bald wurden die ersten Töchter Justina (1812) und Elisabeth (1813) geboren. Aber aus einem Verzeichnis der Familienverhältnisse der Stadt Sachsenhausen (II/2, Konv. 11, Fasz. 7) geht hervor, daß im Jahre 1815 nur drei Personen (2 männl., 1 weibl.) in seinem Haushalt gewohnt haben. Ich kann mir dies nur so erklären, daß bei dieser Zählung die Kinder nicht mitgezählt worden sind. Dann müßte es sich bei den erwachsenen Personen um ihn selbst, seine Frau und seinen Vater gehandelt haben (seine Mutter war 1815 gestorben).
1816 wurde dann der Sohn Wilhelm geboren. Bei der nun folgenden Volkszählung vom August 1818 (II/2, Konv. 11, Fasz. 1) wurden offensichtlich die Kinder mitgezählt, denn es wurden jetzt 5 Personen für den Haushalt des Friedrich Söhne angegeben. Es müßte sich hier um ihn selbst, seine Frau, seinen Vater, seinen Sohn und seine beiden Töchter gehandelt haben.
1819 wurden dann noch der Sohn Christian, 1822 der Sohn Friedrich und 1827 die Tochter Friederike geboren.
Was die Erziehung der Kinder anbetrifft, so lag sie laut Chronik des Christian Söhne (S. 2) ganz in den Händen der Mutter und des Großvaters Justian.


Armengelderheber

1829 war Friedrich eine kurze Zeit als Armengelderheber tätig. Ursprünglich hatte er dafür mehr Lohn haben wollen, aber erst als er mit seiner Lohnforderung heruntergegangen war, wurde er von der Orts-Armen-Direction eingestellt. Aber bereits bei seinem ersten Auftrag soll er ein großes Spektakel unter der Bürgerschaft angerichtet haben, woher es dann auch kam, daß viele sich beschwerten. Daraufhin wurde er auf Betreiben des Bürgermeisters Ebersbach wieder entlassen. Dieser führte an, er könne einen anderen sehr soliden Erheber gegen eine noch billigere Belohnung bekommen. Außerdem würde Friedrich mehr zur Widersetzlichkeit als zur Unterstützung der Armuth beytragen und er sei ein Unruhestifter (XVI/2, Konv. 9. Fasz. 46). Korrespondenz der Armen-Direction wg. Fr. Söhne

Da der Bürgermeister Ebersbach im gleichen Jahr auch Friedrichs Vater Justian demagogischer Umtriebe und des Abhaltens von Versammlungen in seinem Hause bezichtigte (vgl. Nr. 72), könnte man fast meinen, daß der revolutionäre Geist von 1830 nicht spurlos an der Familie Söhne vorbeigegangen ist. So erklärt es sich auch, daß Friedrich 1848 einer von 6 Sachsenhäuser Wahlmännern wurde, die einen Abgeordneten wählen sollten, der bei der Ausarbeitung einer neuen Landesverfassung für das Fürstentum Waldeck mitwirken sollten (unveröffentlichte Schriften von Herrn Dümke, S. 101).


Beruf: Landwirt

Friedrich war Landwirt und wohnte im 2. Stadtviertel (IX/2, Konv. 5, Fasz. 17). Im Jahre 1831 verfügte er über 22,5 Morgen zehntpflichtiges Ackerland ( IX/2, Konv. 9, Fasz. 12), die bis 1849 auf knapp 26 Morgen angewachsen waren (IX/2, Konv. 10, Fasz. 2).
Ähnlich wie sein Vater Justian wird er neben dem zehntpflichtigen Land eine ebenso große Fläche Land besessen haben, das der Zehntpflicht nicht unterlag. Es ist also gut möglich, daß er insgesamt über 40 - 50 Morgen verfügte.
Für die Zehntpacht zahlte er 1831 übrigens 5 Taler für die Roggenernte und 6 Taler, 14 Groschen und 5 Pfennig für die Gerstenernte (IX/2, Konv. 5, Fasz. 21).


Siegel

Tod

Friedrichs Frau Maria Catharina starb am 5.4.1852 und wurde am 8.4.1852 in Sachsenhausen begraben.
Friedrich, der laut Chronik des Christian Söhne (S.2) kränklich war, folgte ihr wenig später. Er starb am 3. Mai 1855 im Alter von 68 Jahren, 2 Monaten und 14 Tagen, wurde am 5. Mai in Sachsenhausen begraben und hinterließ 3 Söhne und 2 Töchter (die Tochter Justina war vermutlich schon als Kind gestorben).


Vorfahren der Catharina geb. Simshäuser:

Nr. 4050 Söhne
Friedrich Christian, Ackermann, * 19.2.1787 (Vater: Justian S.), † 3.5.1855, vgl. Nr. 4048
 15.4.1811 mit Johanna Maria Catharina Simshäuser, * 10.12.1787 (Vater: Johannes S.), † 5.4.1852, vgl. Nr. 4008
Kinder:
1) Johanna Maria Justina Friederica, * 17.1.1812
2) Johanne Maria Friederike Elisabeth, * 19.8.1813, heiratet den Witwer Pilger in Berich, † 1854 in Berich, vgl. Nr. 2904
3) Johann Daniel Wilhelm, * 30.9.1816, Ackermann, † 8.2.1875, vgl. Nr. 4051
4) Johannes Christian, * 26.7.1819, † 15.8.1885 in Waldeck, vgl. Nr. 4052
5) Friedrich Christian, * 20.4.1822, Ackermann und Kirchenvorsteher, † 7.11.1886, vgl. Nr. 4053
6) Johanne Christiane Friederike Sophia, * 20.4.1827, Witwe d. Wilhelm Hufeisen, † 29.11.1896, vgl. Nr. 1575


Nr. 252 Bock
Justus, Witwer, * ca. 1629, † 3.12.1676 (Pestfieber)
 10.5.1667 mit Magdalena Kunzeman (Vater: Johann K. aus Mehlen), † 18.9.1687 (rote Ruhr)
Kinder:
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2) Christophorus, * 24.12.1671, † 6.12.1755, vgl. Nr. 254

Nr. 254 Bock
Christophorus, Soldat, Meister, * 24.12.1671 (Vater: Justus B. aus Giflitz), † 6.12.1755, vgl. Nr. 252
 23.1.1716 mit Anna Magdalena Rößel, Witwe d. Conrad Rößel, * ca. 1690, † 6.3.1749
Kinder:
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5) Anna Carlotta Elisabeth, ˜ 7.5.1730, † 29.2.1808, vgl. Nr. 640

Nr. 629 Ebersbach
Henrich sen., * ca. 1640, aus Höringhausen,  15.2.1712, Lukas 22,39-53
 28.11.1665 mit Gertrud Arnold, * ca. 1636,  26.8.1714
Kinder:
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5) Johann Daniel, * 25.3.1676,  3.12.1720, vgl. Nr. 631

Nr. 631 Ebersbach (Eberspach)
Johann Daniel, * 25.3.1676 (Vater: Henrich E.),  3.12.1720, vgl. Nr. 629
 25.11.1698 mit Anna Elisabeth Schacke, * 30.11.1671 (Vater: Wilhelm S.), † 9.3.1725 (Seitenstechen), vgl. Nr. 3377
Kinder:
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4) Johann Conrad, * 17.10.1708,  8.4.1764, vgl. Nr. 635

Nr. 635 Ebersbach
Johann Conrad, * 17.10.1708 (Vater: Daniel E.),  8.4.1764, vgl. Nr. 631
 8.11.1726 mit Anna Gertrud Rösener, * ca. 1696 (Vater: Wilhelm R. aus Ellerhausen),  17.8.1766
Kinder:
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3) Johann Daniel, ˜ 4.4.1734, † 23.7.1811, vgl. Nr. 640

Nr. 640 Ebersbach
Johann Daniel, * 4.4.1734 (Vater: Conrad E.), † 23.7.1811, vgl. Nr. 635
 28.11.1755 mit Anna Carlotta Elisabeth Bock, * 7.5.1730 (Vater: Christoph B.), † 29.2.1808, vgl. Nr. 254
Kinder:
1) Anna Gerdruth, * 17.7.1757, Witwe d. Johannes Simshäuser, † 11.2.1818, vgl. Nr. 4008

Nr. 3377 Schake
Wilhelm, Pfennigmeister, † 23.7.1700 (Schwindsucht)
 9.5.1667 mit Anna Barbara Sauring, * ca. 1648 (Vater: Peter S., Grebe aus Mehlen), † 2.7.1715 (Schwulst)
Kinder:
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2) Anna Elisabeth, * 30.11.1671, Witwe d. Daniel Ebersbach, † 9.3.1725 (Seitenstechen), vgl. Nr. 631

Nr. 4008 Simshäuser (Simsheuser)
Johannes, Ratsgewandter, * 14.8.1754 (Vater: Christoph S.), † 30.6.1813
 26.5.1784 mit Anna Gerdruth Ebersbach, * 17.7.1757 (Vater: Johann Daniel E.), † 11.2.1818, Kirchenbuße, vgl. Nr. 640
Kinder:
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2) Johanna Maria Catharina, * 10.12.1787, Ehefrau d. Christian Friedrich Söhne, † 5.4.1852, vgl. Nr. 4050