Henrich Söhne

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4 - Henrich Söhne

Laut Karteikarten im Staatsarchiv Marburg (Karteikarten Steinmetz) soll ein Henrich Söhne 1611 in Landau (Waldeck) Kühe gehütet, und 1614 von Kuna Bornemann eine Kottenhütte in Freienhagen erworben haben. Ich habe die entsprechenden Dokumente noch nicht gefunden, aber die Namen dieses Henrich Söhne und der Kuna (Kunigunda) Bornemann erscheinen auch in einem anderen Dokument: 1615 klagt Christophel Kleinhans gegen Henrich Söhne und Henrich Gercken wegen eines von Ursula Kleinhanß geerbten Gartens (StA Marburg, 115/4 Freienhagen Nr. 47,11). Ich konnte nicht viel dieser Klage entziffern, weil meine Fotos mißraten sind (bruchstückhafte Abschrift in der Datei freienhagen.doc), aber es scheint darum zu gehen, daß die Witwe Kunigunda Bornemann und ihr gebrechlicher Sohn Matthias ihr kleines Lehensgut in Freienhagen im Jahre 1605 in erblicher Donation an Jacob Kleinhans (Vater des Klägers?) veräußert hatten, wobei sie sich die lebenslängliche Nutzung eines halben Baumgartens vorbehielten. Nach deren Tod scheint Henrich Söhne diesen Garten genutzt zu haben und um diesen halben Garten ging der Streit. Für unsere Belange sagt die Prozeßakte zumindest aus, daß Henrich Söhne im Jahr 1615 Bürger zu Freienhagen, d.h. dort seßhaft war.

Ob es eine verwandtschaftliche Beziehung zwischen dem Freienhagener Henrich und dem Waldecker Georg Söhne (Nr. 3) gab, läßt sich nicht sagen, aber die geringe Entfernung zwischen Waldeck und Freienhagen spricht dafür. Aufgrund der zeitlichen Übereinstimmung könnten sie Brüder oder Cousins gewesen sein.