Johannes Söhne * 1609

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5 - Johannes Söhne (wird in einigen Urkunden auch Johannes Sohn genannt) und Anna Backhaus

Aus der bereits unter Nr. 3 (Georg Söhne) erwähnten Klage vom 6.5.1643 gegen den Schneider Franke (StA Marburg, 115/4 259) geht hervor, daß Johannes ein Sohn von Georg (Nr. 3) war. Ein weiteres Dokument von 1653 (StA Marburg 115/4 258) weist ihn als Waldecker Bürger aus. Und schließlich soll eine Urkunde, die ich noch nicht gesehen habe, besagen, daß Johannes 1659 ein 50 Jahre alter Zimmermann war (StA Marburg, 118/13/12). Sein Geburtsjahr liegt also um 1609.

In den Geschoßregistern (Steuerverzeichnissen) der Stadt Waldeck ist er von 1632 bis 1678 zu finden (Stadtarchiv Waldeck). Ferner steht er in einer Schatzungsliste von 1657 (StA Marburg, 115/4 256).

In der gedruckten Leichenpredigt für seinen Sohn Georg Söhne (vorhanden in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel) wird bestätigt, daß Johannes Zimmermann war. Ferner wird darin gesagt, daß er mit einer Anna Backhaus verheiratet war. Außerdem habe er mehrere Brände erlitten und darum wenig Geld. Im Ortssippenbuch von Waldeck (Seite 12) werden fünf Brände erwähnt, die Waldeck zwischen 1656 und 1671 verwüsteten. Nach dem letzten Brand von 1671 sollen nur noch 10 Häuser gestanden haben. In einer undatierten Liste der Brandgeschädigten (StA Marburg, 115/4 258), die sich auf den Brand von 1671 beziehen dürfte, findet sich auch der Name Johannes Söhn, und dahinter wird ein Betrag von 2 Reichstalern genannt, wahrscheinlich als Unterstützung für den Wiederaufbau. Ein weiteres Dokument über den Brandschaden von 1671 (StA Marburg, 115/4 255) habe ich noch nicht gesehen, ebenso wie ein Dokument von 1652 über Hagelschaden (StA Marburg, 115/4 255). Auch hier wird im Ortssippenbuch Waldeck (Seite 12) von zahlreichen Unwettern in der ersten Hälfte der 50er Jahre des 17. Jhs. berichtet, die große Schäden anrichteten.

In einer Bittschrift vom 24.4.1669 (StA Marburg, 115/4 258) an die Waldeckische Kanzlei klagen Zacharias Bödiger, Valentin Grünhard und Johannes Söhne gegen Richter, Bürgermeister und Rat der Stadt Waldeck wegen einer Hausstätte, Wiese und Garten, die diese seit 20 bis 25 Jahren in Besitz hatten und dafür Steuern zahlten und die nun die Stadt Waldeck an den Schafmeister Christoph Grebing verkaufen wollte. Wie die Klage ausgegangen ist, ist nicht bekannt, da nur die Bittschrift erhalten ist, nicht aber das Urteil.

Johannes muß um 1680 gestorben oder Leibzüchter geworden sein (1678 war er noch Steuerzahler).


(Urkundenabschriften siehe Datei johannes.doc)